Interview mit Anna (Anbauerin und Gründungsmitglied)
AK: „Was ist Dein Lieblingskraut und warum?“
Anna: „mmh… schwere Frage … ich mag eigentlich viele Kräuter … also ich könnte jetzt auf Anhieb keine nennen. Die Ringelblume war mal mein Favorit wegen den leuchtenden Farben und weil sie so robust ist. Es gehen zum Beispiel keine Schnecken dran. Und die Königskerzen, weil die so aufrecht sind; da braucht man sich nicht bücken. Ich denke da halt eher an den Anbau.
Die Melisse mag ich persönlich gerne wegen der ausgleichenden Wirkung … schon beim Zupfen; sie riecht fein und schafft eine schöne Atmosphäre.
AK: „Wie viele Stunden arbeitest Du im Garten bzw. auf dem Feld für die Manufaktur?“
Anna: „Unzählige … je nach Wetter. Wenn man die Stunden aufschreiben würde… das ginge nicht.
Ich bin duss wenn`s Wetter isch (= auf badisch: Ich bin draußen, wenn das Wetter gut ist);
hab aber neben den Kräutern noch ein Selbstversorger Garten und liebe viele Blumen.“
AK: „Wie geht es Dir bei der Arbeit mit den Kräutern?“
Anna: „Es geht mir gut (zuckt mit den Schultern und grinst). Ich arbeit` gern mit den Kräutern.
Hab immer noch Freude …, … gut… das mit dem Bücken .. da kriegt man`s im Rücken (lacht)“
AK: „Warum hast Du diesen Weg gewählt?“
Anna: „Ja, ich war von Kindesbeinen an mit der Natur, den Pflanzen und dem Boden verbunden. Die Kräuter waren da der Weg, den ich alleine hab gehen können. Die waren nur für mich“
AK: „Wie finden das Deine Familie / Freunde?“
Anna: „ …. die sind eigentlich nicht eingebunden (außen vor), also haben ja nix damit zu tun. Halt! Doch, bei der Bodenbearbeitung nehme ich gerne Hilfe an. … Sie sind auf jeden Fall einverstanden und haben nichts dagegen.
Ab und zu kommt eine Kräuterfreundin zum Melisse oder Basilikum zupfen. Es ist hilfreich und wir können uns daneben unterhalten.“
AK: „Was hat Dich zur Fortbildung (Heilpflanzenschule o.ä.) motiviert?“
Anna: „An Kräutern war ich schon immer interessiert. Ich wollte eine richtige Grundlage haben. Und ich wollte wissen warum manche Kräuter zu gewissen Zeiten kommen oder nicht; also der Jahreskreis. Auch hat mich schon immer interessiert warum manche Wild-Kräuter und auch Samen in bestimmten Jahren vermehrt zum Vorschein kommen und in anderen Jahren kaum oder gar nicht. Leider konnten diese Fragen nicht alle beantwortet werden. Die Natur hat da ihre eigenen Gesetze.“
AK: „Was bedeutet Dir der Verein?“
Anna: „… ich bin gerne in Verbindung mit den Mitgliedern und dem Verein. Ich finde es schön, dass wir das zu Wege gebracht haben und ich mag Gemeinschaft.“
AK: „Welche Aufgaben hast Du im Verein bzw. in der Manufaktur?“
Anna: „Ja, ich bin halt Anbauerin.
AK: „Kann es sein, dass Du noch andere Funktionen im Verein hast?
Anna: „mmh (?)… dann weiß da jemand mehr als ich …“ (denkt nach und guckt nach oben)
AK: „… zum Beispiel, dass Du mit Deinem Wissen und Deiner Erfahrung beiträgst?“
Anna: „… ja, vielleicht mit meiner Erfahrung…“
AK: „Welches Produkt aus unserem Sortiment empfiehlst Du am liebsten?“
Anna: „…oh, da bin ich überfragt! (schlägt die Hände überm Kopf zusammen).
„fühl dich wohl (!)“, … tät ich jetzt empfehlen. (lächelt)“
AK: „Welche Kräuter baust Du für die Manufaktur an?“
Anna: „Des weisch Du ja…. Melisse mal als Erstes und Basilikum … des kannsch gar nit alles aufschreibe …“.
AK: „Was ist Dein Anbau-/Ernte-Tipp?“
Anna: „Erntezeitpunkte beachten! Wetter, Feuchtigkeit usw. wegen der Qualität. Also zum Beispiel bei der Melisse: nicht bei größter Hitze ernten; am besten morgens zeitig, wenn sie abgetrocknet ist. Da hat sie die meisten ätherischen Öle, die sich sonst in der Mittagshitze verflüchtigen.“